Für die Ausbildung der Infanterie, besonders für die mit Waffen hoher Reichweite ausgerüsteten Truppen wurde es immer schwieriger, geeignete Übungsplätze zu finden. Die Gegend um Königsbrück erwies sich durch ihre geringe Besiedlung geeignet zur Errichtung eines neuen Schießplatzes.
Altes Lager und Gefechtsschießplatz Glauschnitz
Vom Infanterie-Gefechtsschießplatz und Barackenlager zur späteren Konversion des Areals.
Im März werden die angeforderten Mittel zur Errichtung eines Infanterie-Gefechtsschießplatz in der Laußnitzer Heide und zur Erbauung eines Barackenlagers bei Königsbrück für 1892/93 genehmigt. Im Juni / August beginnt der Ausbau des Schießplatzes bei Glauschnitz (hinter der Waldschule) und des Barackenlagers.
Am 30. Juni wurden der Infanterieschießplatz und Barackenlager in Betrieb genommen.
Belegung durch das 106. Regiment (1 General, 4 Stabsoffiziere, 11 Hauptleute, 31 Leutnants, 2 Zahlmeister 161 Unteroffiziere, 1.293 im Mannschaftsdienstgrad sowie 20 Dienstpferde. Am 30. September wird ein selbstständiger Gutsbezirk "Schießplatz bei Königsbrück" mit Kaserneninspektor Karl Adolf Schubert als Gutsvorsteher geschaffen.
Erhebung der Stadt Königsbrück zur königlichen Garnisonsstadt.
Der Gutsbezirk hat ab 1. April die Bezeichnung "Garnisonsverwaltung Königsbrück" zu führen.
Erste Anträge über die Vergrößerung des Schießplatzes.
Verbreiterung des Schießplatzes um 100 m (1901 jedoch erst zur Hälfte realisiert). Die Belegungsfähigkeit betrug im Winter 1.060 und im Sommer 1.503 Personen.
Das Alte Lager besteht aus 5 Mannschaftsbaracken, 2 Offiziersbaracken, 1 Wachbaracke, 1 Mannschaftsspeisebaracke, 3 Latrinenbaracken, 1 Kohlenschuppen sowie 1 Pferdestall. Auf dem Schießplatzgelände befinden sich 1 Scheibenbaracke, 1 Brunnen, 1 Unterstand für Mannschaften, 1 Latrinenbaracke, 1 Maschinenhaus, 1 Unterstand für Pferde, 1 Pferdestall, 1 Patronenhaus sowie 1 Scheibenunterstand.
Umbau des Offizierspavillions im Barackenlager in Offiziersspeiseräume.
Der Infanterieschießplatz wurde auch nach Fertigstellung des Truppenübungsplatzes weiterbetrieben, da dieser in erheblichen Umfange auch für das Infanteriegefechtsschießen geeignet ist.
Auch währen des 1. Weltkrieges war das Alte Lager mit übenden Truppen belegt, hier befand sich auch das Reservelazarett II.
Vermietung einzelner Baracken an die Stadt für Notwohnungen - jedoch könne man auf Dauer nicht darauf verzichten, da die Gebäude für die Unterbringung für die Reichswehr zur Verfügung stehen müssten.
Unterbringung einer Geländesportschule
Unterbringung der Indischen Legion
Unterbringung von Flüchtlingen, Nutzung als Wohnraum
Erste staatliche Kindereinrichtung. 2 Räume wurden für die Betreuung von ca. 25 Schul-, Vorschul- und Kleinstkinder hergerichtet
Nutzung durch die sowjetischen Streitkräfte (Teile des 44. Gardepanzerregimentes "Suche Bator")
Demonstration auf dem Markt mit Forderungen zur Räumung des Alten Lagers und des Truppenübungsplatzes
Räumung des Alten Lagers (die bisher hier stationierten Einheiten werden in die ehemalige Panzerschule Röhrsdorf verlegt)
Erstmalige Begehung des Alten Lagers durch den Bürgermeister des Stadt Kamenz, Herrn Loeschke
Entsorgung von kontaminierten Flüssigkeiten aus Kellerräumen und Kanälen durch des BVA (Kosten ca. 1 Mio DM)
Erste Abrissmaßnahmen durch die Sächsische Immobilien GmbH
Im Juni Nutzung als provisorischer Festplatz für die 750-Jahr Feier der Stadt. Abriss einiger Gebäude im Alten Lager, um Baufreiheit für das neue Altenpflegeheim des ASB zu schaffen
30. Juli Richtfest für das ASB-Pflegeheim
23. Juni Übergabe des Alten- und Pflegeheimes an den ASB
Vorstellung eines integrativen Stadtentwicklungskonzeptes - Idee: VIA-Regia-Park
Beginn des Rückbaus und Entwicklung des Alten Lagers. Die Kosten (923.000 €) wurden durch das Sächsische Brachflächenprogramm finanziert.
Machbarkeitsstudie für einen multifunktionalen VIA-Regia-Park /Fördermittel über Leader+
Erster Baggerhub durch Bürgermeister Jürgen Loeschke
Abriss- und Entwicklungsmaßnahmen, Rekonstruktion des sog. Klinkerbaues als touristisches Informationszentrum, Architekturmodellbau VIA REGIA, Anlegen von Wegen und Grünflächen sowie Spiel- und Aktionsflächen, Baumpflanzungen.
29. August - Tag der offenen Tür im Architekturmodellbau VIA REGIA
Übergabe des neu errichteten Kinderspielplatzes
9. Mai VIA REGIA-Tagung
Auszug der Königsbrück-Information
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